Ist Gott noch zu retten?

Woran wir glauben können


Das neue Buch von Matthias Stiehler, Frühjahr 2016.




Lesungen im Kastanienhof Dresden-Bühlau

23. September 2016 "Die Frage nach Gott"

21. Oktober 2016 "Das Christentum anders verstehen"

18. November 2016 "Wege gelingenden Lebens"

Der Schluss des dritten Vortrags:

"Mir geht es mit meinem Buch weder darum, die Religionen im allgemeinen noch das Christentum im Besonderen per se zu retten. Auch die christliche Religion ist für die Menschen da und nicht umgekehrt.

Auf der anderen Seite aber geht es mir auch keinesfalls darum, die christliche Religion oder andere Religionen zu diskreditieren. Mein Anliegen ist vielmehr, Fragen unserer Zeit aufzugreifen und in aller Ernsthaftigkeit zu stellen. Und die zentrale Frage ist nun einmal, warum sich die Sehnsüchte der Menschheit wie der einzelnen Menschen nicht so erfüllen, wie es unsere Herzen ersehnen. Warum ist damals, vor zweitausend Jahren nicht das Reich Gottes angebrochen, das sich der Mensch Jesus wie auch Paulus so sehr ersehnt haben, dass sie darauf ihr Handeln ausgerichtet haben und sogar den Tod auf sich nahmen? Warum scheiterten die jüdischen Aufstände und forderten noch dazu hunderttausende Opfer?

Aber wir können auch unsere Zeit in den Blick nehmen. Warum scheitert immer wieder unsere Sehnsucht nach einer gerechten und friedlichen Welt? Warum gelingt es uns bestenfalls, Ungerechtigkeit, Leid und Grausamkeiten ein wenig zu verringern? Besiegt haben wir all das Elend der Welt nicht und wir können uns, wenn wir ehrlich sind, nicht vormachen, dass unsere Welt in all den Jahrtausenden wirklich besser geworden ist - und all das, obwohl wir es uns wirklich ersehnen.

Ich bin der tiefen Überzeugung, dass diese Frage gestellt werden muss - auch wenn ihre Beantwortung manchmal unangenehm, sperrig und sogar schmerzhaft ist. Mein Bemühen ist es, die Frage nach der Unerlöstheit unserer Welt wie unseres Lebens mit dem Geschehen zur Zeit Jesu zu beschreiben. Dem lag meine Erkenntnis zugrunde, dass bei kaum einer Religion der Schmerz des Scheiterns gleich zu Beginn so präsent war wie beim Christentum. Damit bietet sich die Möglichkeit, die Unerlöstheit unseres Seins religiös zu verstehen und zu tragen.

Zentrale Grundlage ist dabei meine Erfahrung, dass wir Gott gerade in der schmerzhaften Tiefe unseres Lebens begegnen. Dort erfahren wir Halt und Lebenssinn. Unser normales Leben, zu dem eben heutzutage auch die kirchlichen Vollzüge gehören, ist in diesem Licht betrachtet zumeist oberflächlich und eröffnet eben gerade nicht die Tiefe.

Warum eigentlich ist uns der Weg zu Gott so schwer?

Ich denke, dass ich in meinem Buch auf diese Frage eine Antwort gebe."



Bilder aus dem ersten Vortrag:

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Bilder aus dem zweiten Vortrag:

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Bilder aus dem dritten Vortrag:

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